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"Es wird ein Mensch
gemacht...
wie sonst das Zeugen Mode war, erklären wir für eitel
Possen...
Es leuchtet! seht! -
Nun läßt sich wirklich hoffen,
dass, wenn wir aus viel hundert Stoffen
durch Mischung - denn auf die Mischung kommt es an - den Menschenstoff
gemächlich komponieren, in einen Kolben verlutieren.."
aus: Goethe:
"Faust", Zweiter Teil
Die künstliche Erschaffung
des Menschen durch Wagner beschreibt Goethe in dem zweiten Teil
des Faust.
Leonhard verwendet auch
hier das Stilmittel der 'fiktiven Collage'. Vorgänge aus verschiedenen
Epochen werden miteinander verschränkt, um einen aktuellen
Bezug herzustellen.
Wagner wird als zeitgenössischer Forscher dargestellt, der
sich als Genmanipulator betätigt und virtuelles Leben produziert.
So entsteht ein palimpsestartiger Gesamteindruck, wie bei mittelalterlichen
Handschriften gelegentlich eine früher entfernte Schrift oder
Zeichnung durchscheint , die sich im neuen Bild mitteilt.
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